Die Coronavirus-Pandemie treibt die Weltwirtschaft in eine schwere Rezession, aber für die Immediate Edge könnte sich daraus ein Silberstreif am Horizont ergeben: die beschleunigte Einführung digitaler Währungen, die von den Zentralbanken ausgegeben werden.

Die Verwendung von Bargeld scheint in diesen Tagen rückläufig zu sein – vor allem jetzt, da die Menschen sich zunehmend davor hüten, sich mit potenziell keimbelasteten Oberflächen auseinanderzusetzen. Unterdessen überdenken einige Zentralbanken ihre Strategien zugunsten digitaler Währungen, von denen sie glauben, dass sie mehr Vorteile bringen können, als nur die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Wie wahrscheinlich ist es also, dass in naher Zukunft eine von einer Zentralbank ausgegebene digitale Währung freigegeben wird?

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Hygienischer als Bargeld

CBDCs, oder nationale digitale Währungen, sind digitale Vermögenswerte, die von einer Bundesbehörde ausgegeben, überwacht und reguliert werden. CBDCs stellen Fiat-Geld in digitaler Form dar. Jede CBDC-Einheit fungiert als sicheres digitales Äquivalent einer Papierrechnung und kann mit einer Blockchain oder einer anderen Form von verteilter Hauptbuchtechnologie arbeiten, aber es ist zu beachten, dass die spezifischen Implementierungspläne und Motivationen von Land zu Land sehr unterschiedlich sind.

CBDCs scheinen unter den Zentralbanken ein immer beliebteres Konzept zu sein. Gemäss einem 2019 veröffentlichten Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, einer in der Schweiz ansässigen Organisation, die 62 der Zentralbanken der Welt vertritt, untersuchten bis zu 70% der Finanzbehörden weltweit die möglichen Auswirkungen der VSB auf ihre Volkswirtschaften.

Während der Pandemie könnte dieser Prozentsatz sogar noch höher sein, da Länder wie das Vereinigte Königreich – wo die Nutzung von Bargeld und Geldautomaten in nur wenigen Tagen im letzten Monat um 50% zurückging – nach Alternativen suchen könnten. Sogar in Deutschland, wo Bargeld beliebter ist als in den Nachbarländern, gab es in jüngster Zeit eine Zunahme der kontaktlosen Zahlungen. Einheimische, darunter auch hochrangige Beamte wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, verwenden nun Debitkarten für Einkäufe.